Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Ausgabe #1 | Februar 2026

Liebe Fachkräfte der Schulsozialarbeit, 

das neue Jahr zeigt sich von Beginn an von seiner wilden Seite: Schnee und Eis bedecken nicht nur die Straßen, sondern spiegeln auch die aktuellen politischen Geschehnisse im Land Brandenburg wider.

SPD und CDU verhandeln über eine neue Koalition, ein Abschluss ist für Mitte März anvisiert. Kein leichtes Unterfangen, denn der Weg dorthin gleicht einem Gang über dünnes Eis.  Denn wie tragfähig kann eine Koalition angesichts eines drohenden Haushaltslochs sein, das in den kommenden Jahren zu bewältigen sein wird?

Auch die Kommunen stehen vor schwierigen Entscheidungen und bewegen sich in frostigen Haushaltsdebatten, in denen finanzieller Spielraum zunehmend erstarrt. Bezeichnend für die angespannte Situation ist die Konnexitätsklage, die bereits 2025 von vier kreisfreien Städten und 14 Landkreisen gegen das Land auf den Weg gebracht wurde. Dabei entzündete sich der politische Konflikt ausgerechnet an der Schulsozialarbeit. Die kreisfreien Städte und Landkreise kritisieren, dass das 2024 in Kraft getretene Brandenburger Kinder- und Jugendgesetz die Schulsozialarbeit zwar stärkt, die zusätzlichen Aufgaben jedoch nicht angemessen durch das Land ausgeglichen werden – was einen möglichen Verstoß gegen das Konnexitätsprinzip darstellt. Kurz gesagt: „Wer bestellt, bezahlt.“ Die juristische Klärung dürfte sich hinziehen – wie ein Winter, der nicht weichen will.

Die politische Landschaft gleicht im Moment einem vereisten Wintermorgen. Jeder Schritt will gut überlegt sein, denn wer unvorsichtig auftritt, kommt zu Fall. Gerade deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass Kinder und Jugendliche auch in frostigen Zeiten verlässliche Ansprechpartner*innen brauchen.

Während auf politischer Ebene um Rahmenbedingungen gerungen wird, stehen Sie fest an der Seite junger Menschen. Mit Ihrer Expertise und Ihrem Engagement geben Sie ihnen Sicherheit und Halt – unabhängig davon, wie lange politische Prozesse dauern.

Mit diesem Newsletter wollen wir Sie in Ihrer Arbeit bestärken: durch praxisnahe Impulse für den Alltag, Einblicke in Fachdiskurs und vielen Veranstaltungshinweisen in den nächsten Wochen. 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Ihr Team der Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe  

Das Brandenburgische Kinder- und Jugendgesetz (BbgKJG), das seit 2024 in Kraft ist, sieht in § 91 Abs. 3 vor, dass die oberste Landesjugendbehörde und die oberste Schulbehörde gemeinsame Empfehlungen zur Organisation und Zusammenarbeit in der Schulsozialarbeit vorlegen. In der aktuellen Legislaturperiode liegen beide Zuständigkeiten beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

In Umsetzung dieses Auftrags veröffentlichte das Ministerium im Dezember 2025 nach intensiver fachlicher Abstimmung die aktualisierten Empfehlungen zur Organisation und Gestaltung von Schulsozialarbeit in Brandenburg. 

Trotz sehr unterschiedlicher Finanzierungsmodelle, Trägerstrukturen und Rahmenbedingungen ist ein gemeinsamer Orientierungsrahmen entstanden, der zugleich Raum für gewachsene regionale Strukturen lässt. Die Empfehlungen stärken ein landesweites Verständnis von Rolle, Auftrag und fachlicher Verortung der Schulsozialarbeit. 

Hier finden Sie die Empfehlungen ...

Bundesweite Vergleichsstudie zur Schulsozialarbeit (SibV)

Die Erhebung belastbarer, vergleichbarer Daten zu Strukturen, Finanzierung und Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit ist aufgrund der föderalen Vielfalt seit jeher ein hoch anspruchsvolles Vorhaben. Denn die rechtlichen Grundlagen, Finanzierungen, Trägerstrukturen, Organisationsformen und Berufsbezeichnungen unterscheiden sich erheblich von Land zu Land. Gleichzeitig hat Schulsozialarbeit in den vergangenen Jahrzehnten bundesweit deutlich an Bedeutung gewonnen – sichtbar an der steigenden Zahl der Fachkräfte.

Hier setzt das Forschungsprojekt „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ (SibV) der HTW Saar an, gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung und der Max-Traeger-Stiftung und der GEW. Ziel ist es, Rahmenbedingungen und berufliches Handeln länderübergreifend systematisch zu erfassen und zu untersuchen, welche Strukturen eine professionelle Ausgestaltung der Schulsozialarbeit fördern.

Die Studie basierte auf einer bundesweiten Online-Befragung von März bis Mai 2025, an der bundesweit 5.070 Fachkräfte teilnahmen – davon 204 aus Brandenburg (Rücklaufquote rund 35 %). Ergänzend wurden Fachnetzwerke und Steuerungsakteure zu Trägerstrukturen, Zuständigkeiten und Finanzierungsmodellen befragt.

Die zentralen Ergebnisse wurden am 23. Januar 2026 beim Fachforum „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ in Berlin vorgestellt und mit Vertreter*innen aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Verbänden diskutiert. 

Die Befunde zeichnen ein ambivalentes Bild: Einerseits verfügen 85% der Fachkräfte über einen unbefristeten Arbeitsvertrag, andererseits haben rund 43 % im vergangenen Jahr darüber nachgedacht, das Arbeitsfeld zu verlassen. Als Gründe werden vor allem emotionaler Stress, fehlende personelle Unterstützung und mangelnde Wertschätzung genannt. Mehr als die Hälfte arbeitet als einzige sozialpädagogische Fachkraft am Standort. Auch strukturell zeigen sich Entwicklungsbedarfe: Nur etwa jede zweite Fachkraft verfügt über feste Kooperationsstrukturen im multiprofessionellen Team oder über eine standortspezifische Konzeption. Viele wünschen sich mehr Teamarbeit, bessere personelle Ausstattung sowie verbindlichere Zusammenarbeit mit Schulleitung und Kollegium. Der Berufsalltag wird vor allem von Einzelfallhilfe, Konfliktbearbeitung und Dokumentation geprägt, wodurch präventive Angebote und Projekte teilweise in den Hintergrund geraten. Zugleich zeigen die Befragungen eine hohe fachliche Kompetenz, beispielsweise im Umgang mit Kinderschutzfragen.

Die Studienergebnisse unterstreichen, dass die Fachkräfte hochprofessionell arbeiten. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Schulsozialarbeit bundesweit strukturell zu stärken. 

Die detaillierten Ergebnisse für Brandenburg sind in diesem Factsheet aufbereitet. Zudem finden Sie hier die Präsentation aus dem Fachforum für einen kompakten Einblick in die Studienergebnisse. 

Wir bemühen uns zudem, das Forschungsteam für eine Online-Veranstaltung zu gewinnen, um die Ergebnisse vertieft vorzustellen und Raum für fachlichen Austausch zu bieten. Über weitere Informationen halten wir Sie im Newsletter auf dem Laufenden.

Jetzt mitmachen und unterstützen: Umfrage der AKJS Brandenburg e. V. zum Thema Social Media Verbot 

Die Diskussion um Social Media Verbote für Kinder und Jugendliche wird derzeit intensiv geführt – in Schulen, in der Politik, in Familien und in den Medien. Viele Erwachsene wünschen sich klare Regeln, weil sie sich Sorgen um Gesundheit und Entwicklung von Kindern machen und Gefahren im digitalen Raum sehen, bei gleichzeitiger Faszination von TikTok & co. Digitale Angebote sind für junge Menschen ein fester Bestandteil ihres Alltags – auch zum kreativ sein, Lernen, Spielen und Beziehungen pflegen.

Gerade deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche selbst nach ihrer Meinung zu fragen. Sie wissen am besten, welche Rolle Social Media in ihrem Leben spielt, was sie belastet und was sie sich wünschen. Ganz im Sinne der Kinderrechtskonvention engagiert sich Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V. (AKJS) dafür, dass ihre Stimme in dieser Debatte Gehör findet. Und auch die Perspektiven von Eltern sowie pädagogischen Fachkräften sind für die AKJS interessant. 

Daher wurden kurze Umfragen erstellt, die Sie gerne an die jeweilige Zielgruppe weitergeben werden können: 
Hier gibt's alle weiteren Infos

Materialien zu Nachhaltigkeitsthemen

Als Schulsozialarbeiter*in arbeiten Sie täglich an der Schnittstelle zwischen Bildung und Lebenswelt junger Menschen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – also die Auseinandersetzung mit Umwelt, Gesellschaft und Future Skills – bietet dafür viele Anknüpfungspunkte. Gerade in Projekten und praktischen Angeboten zu Nachhaltigkeitsthemen lernen Kinder und Jugendliche, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu handeln und erfahren dabei, dass ihr eigenes Engagement wirklich etwas bewirken kann.

Und trotzdem löst der Begriff BNE bei manchen vielleicht erst einmal ein Gefühl von „Ach nö, noch so ein zusätzliches Thema …“ aus. Das Thema ist nicht unbedingt das, was im ohnehin vollen Arbeitsalltag ganz oben auf der Liste steht. Dabei greift Bildung für nachhaltige Entwicklung genau die Fragen auf, die viele junge Menschen bewegen: Sorgen um die Zukunft, Gefühle von Ohnmacht oder Ungerechtigkeit und den Wunsch, selbst etwas verändern zu können. Hier kann Schulsozialarbeit ansetzen, Orientierung geben, Projekte initiieren und Beteiligung ermöglichen.

Deshalb möchten wir Sie ermutigen, das Thema in den Blick zu nehmen. Vielleicht setzen Sie ja sogar längst eigene Projekte oder Ideen um? Dann freuen wir uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Fachkräften teilen und mit uns Kontakt aufnehmen. Schreiben Sie einfach an lsj-post@kobranet.de .

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen vier Fundstücke vor, die Ihnen möglicherweise Inspiration für die praktische Arbeit liefern. 

KlimaChallenges StarterKit 

Das StarterKit erleichtert den Einstieg in Klimaschutz an Schulen – auch in herausfordernden Umfeldern – und bündelt die Erfahrungen aus drei Projektjahren (2021–2024) von über 40 Teach First Fellows. Für Grund- und weiterführende Schulen stehen fünf praxisnahe Materialien bereit: ein BNE-Reader, ein Reflexions-Tool, ein Karten-Set mit Tipps und Impulsen, ein Poster mit 45 MiniChallenges sowie eine Sammlung erprobter Projektideen aus fünf Themenbereichen.

Ideal für Schulsozialarbeit und pädagogische Fachkräfte, die Jugendliche aktiv für Klimaschutz begeistern und eigene Projekte anstoßen wollen.

Hier geht's zum StarterKit

Animationsserie „Klimagefühle" 

Klimaängste beschäftigen viele junge Menschen – bleiben aber oft unausgesprochen. Die animierte Serie „Klimagefühle" macht diese Emotionen sichtbar und besprechbar. In fünf kurzen Episoden begegnen Kinder und Jugendliche liebevoll gestalteten Gefühlen wie Angst, Wut oder Hoffnung.

Für die Praxis: Die Serie eignet sich als niedrigschwelliger Gesprächseinstieg, um Emotionen zu validieren, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und junge Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken.

Hier geht's zur Serie in der ARD-Mediathek

Wie mit Klimagefühlen umgehen?

Der Klimawandel beeinflusst nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit. Viele Menschen erleben Zukunftsängste, Sorgen oder Gefühle der Hoffnungslosigkeit. Der neue Ratgeber des Umweltbundesamtes richtet sich grundsätzlich an alle, die die psychischen Auswirkungen des Klimawandels als belastend erleben.

Für Schulsozialarbeiter*innen ist er besonders interessant: Er zeigt, wie Sie das Wohlbefinden von sich selbst und Ihrer Zielgruppe stärken können, welche Belastungen auftreten können und mit welchen Strategien Sie präventiv unterstützen, Ressourcen schützen und Kinder und Jugendliche handlungsfähig begleiten.

Hier geht's zum Ratgeber

Schule & Nachhaltigkeit praktisch erleben

Im Podcast spricht Josephine Kursawe (Organisationsentwicklerin, Medienpädagogin und Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung) mit Schulen aus ganz Deutschland darüber, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag umgesetzt wird. In den Folgen wird über Hürden, erfolgreiche Projekte und Best-Practice-Beispiele berichtet – praxisnah und inspirierend für alle, die mit Schule zu tun haben, einschließlich Schulsozialarbeiter*innen. 

Alle zehn Folgen sind online verfügbar. Eine zweite Staffel ist in Planung.

Hier geht's zum Podcast

Materialien & Methoden zur Sexualaufklärung

Fragen zu Körper, Pubertät, Beziehungen und Grenzen gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag – und damit auch zu den Themen der Schulsozialarbeit. Das Portal bildung.loveline.de bietet dafür kostenfreie Informationen, Materialien und Methoden zur Sexualaufklärung für verschiedene Altersgruppen von Kita über Grundschule bis in die weiterführende Schule.

Das Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unterstützt Fachkräfte dabei, alters- und entwicklungsangemessen ins Gespräch zu kommen, eine passende Sprache zu fördern und junge Menschen in ihrer sexuellen Entwicklung zu begleiten. Mit einem Materialien- und Methodenfinder lassen sich Inhalte gezielt nach Themen und Zielgruppen zusammenstellen.

Eine hilfreiche Ressource für Beratung, Prävention und Projektarbeit im Schulalltag.

Hier geht's zu den Materialien

Arbeitsmaterial für mehr Armutssensibilität im Schulalltag

Armut prägt Bildungsbiografien oft stärker, als im Schulalltag sichtbar wird – umso wichtiger ist ein sensibler und reflektierter Umgang an der Schule. Die Stiftung Lernen durch Engagement stellt ein neues, frei zugängliches Arbeitsmaterial bereit, das pädagogische Fachkräfte unterstützt, Armutssensibilität direkt in die schulische Praxis zu integrieren. Es führt Fachkräfte von der persönlichen Selbstreflexion über Haltung und Wahrnehmung hin zu konkreten Handlungsideen und Methoden für eine armutssensible Schulkultur.

Besonders für Schulsozialarbeiter*innen bietet das Material hilfreiche Impulse für Beratung, Teamarbeit und Schulentwicklung – flexibel einsetzbar als Selbstlernangebot, im Team oder im Workshopformat und geeignet für Primar- wie Sekundarstufe.

Hier geht's zum Material

Österreich: Video-Doku '21 Tage ohne Smartphone'

Was passiert, wenn Jugendliche freiwillig 21 Tage auf ihr Smartphone verzichten? Lehrer Fabian Scheck hat genau das mit seinen Klassen erprobt – aus einem Selbstversuch wurde eine schulweite Bewegung mit rund 500 Teilnehmenden. Der ORF hat das Projekt als eindrucksvolle Dokumentation begleitet (zu sehen auf YouTube): nah, ehrlich und ohne erhobenen Zeigefinger.

Die zentrale Erkenntnis: Digitale Auszeiten funktionieren nicht über Verbote, sondern über Gemeinschaft, Reflexion und gemeinsame Regeln – ein spannender Impuls für Schulsozialarbeiter*innen insbesondere mit Blick auf Prävention und Beziehungsarbeit.

Und das Spannendste: mitmachen ist möglich! Auch deutsche Klassen können sich bis 20.02.2026 anmelden um noch vor Ostern am Handyexperiment teilzunehmen.

Mehr Infos zum Experiment
Hier geht's zur Dokumentation

Podcast-Tipp zum Thema Hass im Netz - Folge #02 Shitstorm statt Schulhof

Digitale Hetze, Shitstorms und persönliche Angriffe gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag im Netz – auch im schulischen Kontext. Die zweite Staffel des Podcasts macht die Erfahrungen von fünf Betroffenen sichtbar und zeigt, welche Strategien, Unterstützungsstrukturen und Formen der Solidarität helfen, handlungsfähig zu bleiben. Gefördert wird das Projekt vom BMBFSFJ im Rahmen von „Demokratie leben!“, der Robert-Bosch-Stiftung und der Deutschen Postcode Lotterie.

In Folge #2 spricht die Lehrerin Hannah Abdullah, die auf TikTok und Instagram zu Schule, Politik und Gesellschaft aufklärt. Neben viel Zuspruch erlebt sie massiven Hass – auch aus dem eigenen Kollegium. Ein Shitstorm führt schließlich sogar zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Im Gespräch berichtet sie, wie sie mit digitaler Gewalt umgeht, warum sie dennoch Haltung zeigt und was ihr Kraft gibt.

Die Folge bietet praxisnahe Impulse zum Umgang mit Hate Speech, digitaler Zivilcourage und zur Unterstützung von jungen Menschen – aber auch von Kolleg*innen –, die online angegriffen werden.

Hier geht's zum Podcast

Podcast-Tipp zum Mediennutzungsverhalten 

Übermäßige Mediennutzung, Gaming oder Social Media spielen im Schulalltag vieler Kinder und Jugendlicher eine immer größere Rolle – und stellen auch Schulsozialarbeiter*innen vor neue Herausforderungen. Der Podcast „Mediensucht verstehen“ der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS) erklärt verständlich, wie problematische Mediennutzung und Mediensucht erkannt werden können und welche Möglichkeiten der Selbsthilfe und Unterstützung es gibt.

In der ersten Staffel sprechen der Psychologe und Wissenschaftler Kai Müller (Universitätsmedizin Mainz) und die Projektkoordinatorin Saskia Rößner praxisnah über Warnsignale, Hintergründe und konkrete Handlungsmöglichkeiten. Der Podcast richtet sich vor allem an Betroffene und Angehörige, bietet aber auch Fachkräften hilfreiche Impulse für Beratung und Prävention.

Verfügbar ist der Podcast auf YouTube (@webcareplus) und allen gängigen Plattformen.

Hier geht's zum Podcast

Impulse zum Umgang mit Migration, Rassismus und Diskriminierung 

Die gesellschaftlichen Debatten zu Migration und Flucht sind häufig von Polarisierung, Ängsten und rassistischen Zuschreibungen geprägt – mit spürbaren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, insbesondere auf diejenigen, die selbst Diskriminierung erleben. Für Schulsozialarbeiter*innen gehört es daher zunehmend zur Praxis, junge Menschen zu stärken, Schutzräume zu schaffen und sensibel auf Ausgrenzung zu reagieren.

Die neue Ausgabe der Vielfaltblätter von ZEOK beleuchtet, wie Kinder und Jugendliche diese Debatten wahrnehmen, welche Bedarfe sie haben und welche Handlungsmöglichkeiten sich für pädagogische Fachkräfte ergeben. Die Veröffentlichung bietet fachliche Impulse und konkrete Anregungen für eine diskriminierungssensible und wertschätzende Arbeit im Schulalltag.

Hier geht's zu den Vielfaltblättern

Stärkung des digitalen Wohlbefindens von LGBTQ+-Jugendlichen

Digitale Medien sind für queere Jugendliche zugleich Chance und Herausforderung: Sie bieten Räume für Gemeinschaft, Information und Selbstregulation, bergen aber auch Risiken wie Hassrede, Cybermobbing und Desinformation. Der neue Handleitfaden liefert Fundiertes und Praxisnahes: Fachkräfte aus Jugendarbeit und Pädagogik erhalten konkrete Methoden, Werkzeuge und Empfehlungen, um junge LGBTQ+ in Einzel- und Gruppensettings zu begleiten und ihr digitales Wohlbefinden zu stärken.

Das Guidebook richtet sich nicht nur an Fachkräfte, sondern ist auch eine wertvolle Ressource für Eltern und Jugendliche selbst. Es verbindet Hintergrundwissen zu gesellschaftlicher Akzeptanz und Mediennutzung aus vier Ländern mit praktischen Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit vor Ort.

Hier geht's zum Guidebook

Filmvorführung am 23.02.2026 in Babelsberg

Im Rahmen der diesjährigen COA-Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien zeigt das Präventionsprojekt selbstbestimmt der BLS am 23.02.2026 ab 15 Uhr den Kurzfilm "Erinnerungen einer vergessenen Kindheit" im Thalia Kino in Potsdam Babelsberg. Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Der Film thematisiert die Erfahrungen von Kindern, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen – ihre oft unsichtbaren Belastungen, die emotionale Isolation und die langfristigen Folgen für ihre Entwicklung.

In einem anschließenden Podiumsgespräch diskutieren Vertreter*innen aus Politik, Fachberatung und Jugendhilfe die besonderen Bedarfe von Fachkräften in der Arbeit mit Betroffenen.

Hier geht's zur Anmeldung

Online-Einführung Demokratie-Planspiel von Demokratiebrücken am 24.02.026 

Das Team von Demokratiebrücken bietet interessierten pädagogischen Fachkräften eine neue Version des Planspiels „Das Spielower Bürgerbudget“ an und lädt am 24. Februar zu einer Online-Einführung ein.

In der fiktiven Stadt Spielow bringen unterschiedliche Gruppen – von Jugendlichen über Naturfreunde bis zum Sportverein – ihre Ideen ins Bürgerbudget ein. Schnell wird klar: Das Geld reicht nicht für alle Vorhaben, Kooperation und Aushandlung sind gefragt. Das Spiel fördert Perspektivwechsel, Diskussions- und Urteilsvermögen und bereitet praxisnah auf Beteiligungsprozesse vor. Geeignet für Schulen sowie Jugend- und Erwachsenengruppen ab 15 Jahren.

Hier geht's zur Anmeldung

Webseminar am 25.02.2026: Chatbots - Smarte Helfer oder falsche Freunde? 

Künstliche Intelligenz und Chatbots gehören für viele junge Menschen längst zum Alltag – ob in Social Media, Lernsettings oder digitalen Anwendungen. Damit entstehen neue Chancen, aber auch Risiken und Fragen zu Schutz, Einfluss und Beziehungsgestaltung. Wie können Kinder und Jugendliche hier kompetent begleitet werden?

Zum Safer Internet Day laden die Partner des deutschen Safer Internet Centres am 25.02.2026 (14:00–15:30 Uhr) zu einem kostenfreien Online-Webseminar ein. Expert*innen von jugendschutz.net, eco – Verband der Internetwirtschaft, Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Nummer gegen Kummer e.V. und klicksafe geben einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen, rechtlichen Fragen und konkreten Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte und Eltern.

Hier geht's zur Anmeldung

Nächste jumblr Online Session #38 am 26.02.2026 

Medien können stärken, aber auch belasten – und genau hier setzt dieser Online-Workshop an: Gemeinsam wird der Einfluss von Medien auf das Wohlbefinden junger Menschen reflektiert und praxisnah erarbeitet, wie digitale Erfahrungen bewusster, gesünder und resilienter gestaltet werden können. Mit der „Glückskreuz“-Methode aus dem Schulfach Glück sowie kollegialem Austausch entstehen konkrete Impulse und Mut-Mach-Momente für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Hier geht's zur Anmeldung

11.03.2026 Fachtagung „Gemeinsam gegen digitale Gewalt" des Landespräventionsrates

Am 11. März 2026 findet im LIBRA in Ludwigsfelde die Fachtagung „Gemeinsam gegen digitale Gewalt" statt (9:30 – 15:30 Uhr). Die Veranstaltung bildet den Abschluss der gleichnamigen Kampagne des LPR, MBJS und WEISSEN RINGS.

Höhepunkt ist die Verleihung des Brandenburgischen Präventionspreises 2025/2026, der als Kreativwettbewerb „Gemeinsam KREATIV gegen digitale Gewalt" ausgeschrieben wurde. Darüber hinaus erwarten Sie spannende Vorträge und Austauschformate zu aktuellen Erscheinungsformen digitaler Gewalt und präventiven Handlungsmöglichkeiten.

Die Fachtagung richtet sich an Medienpädagog*innen, Fachkräfte der Jugend- und Schulsozialarbeit, Lehrkräfte, Schulleitungen, Polizeibeschäftigte und alle weiteren Interessierten.

Der Landespräventionsrat arbeitet mit Hochdruck an der Finalisierung des Tagungsprogrammes. Seien Sie gespannt und merken sich den Termin am besten schon mal vor! 

Hier gibt's alle weiteren Infos...

Fachtag der AKJS e.V. am 16.04.2026

Arbeit mit jungen Menschen ist Beziehungsarbeit – doch wie verändern sich Nähe, Bindung und Einfluss in einer digital vernetzten Welt? Der Fachtag der AKJS e.V. beleuchtet Phänomene wie Parasozialität und wirft einen praxisnahen Blick auf jugendliche Lebenswelten zwischen Social Media, Chatbots und Streaming-Plattformen.

Neben fachlichen Impulsen zu Identitätsentwicklung und digitalen Beziehungsformen bietet die Veranstaltung Austausch, Interaktion und vertiefende Workshops, um konkrete Ansätze für eine zeitgemäße pädagogische Praxis zu entwickeln. Ideal für alle, die ihre Arbeit mit jungen Menschen reflektiert und zukunftsorientiert gestalten möchten. Der Fachtag findet im SFBB statt. 

Hier gibt's alle weiteren Informationen

Digitale Jugendkultur erleben:
18.05. - 20.05.2026 in Berlin  

Die TINCON ist die Plattform für digitale Jugendkultur und bietet Jugendlichen von 13 bis 25 Jahren kostenfreie Talks, Diskussionen und Workshops rund um Netzpolitik, Medien, Kreativität und Technologie – interaktiv, praxisnah und zum Mitmachen. Schulklassen und Gruppen sind herzlich willkommen; eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei Viele Programmpunkte richten sich ausschließlich an Jugendliche, parallel gibt es jedoch eigene Workshops und fachliche Impulse speziell für pädagogische Fachkräfte.

Für die pädagogische Begleitung bietet die Teilnahme einen besonderen Mehrwert: Jugendliche erleben digitale Kultur und gesellschaftliche Debatten auf Augenhöhe, während ihr sie außerhalb des Schulalltags begleiten und unterstützen könnt. Der gemeinsame Besuch schafft neue Gesprächsanlässe, stärkt Beziehungen und eröffnet die Chance, junge Menschen in einem anderen Umfeld besser kennenzulernen – Weiterbildung und Praxiserfahrung inklusive.

Hier geht's zu dem Tickets

kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH
Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe 
Benzstr. 8/9
14482 Potsdam

kobranet.de
schulsozialarbeit.kobranet.de
Datenschutzerklärung 
Redaktion des Newsletters:
Anne Nadif
wissenschaftliche Mitarbeiterin

T: 0331 74 000 398
M: lsj-post@kobranet.de

Weitere Informationen zur Schulsozialarbeit sowie die Newsletter-Anmeldung finden Sie unter schulsozialarbeit.kobranet.de
Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.