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Ausgabe #2 | Juni 2026

Liebe Fachkräfte der Schulsozialarbeit, 

viel ist passiert seit unserer letzten Ausgabe im Februar:

Auf Bundesebene setzte der Bundeskongress Schulsozialarbeit Anfang März wichtige Impulse für das Arbeitsfeld. Als Ort des länderübergreifenden Austauschs und als Plattform, auf der fachliche Positionen gebündelt und weiterentwickelt werden, diskutierten rund 600 Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Politik aus ganz Deutschland an der Universität Hildesheim über die Zukunft der Schulsozialarbeit. Zum Abschluss wurde die Hildesheimer Erklärung vorgestellt. Darin formulieren Fachvertreter*innen zentrale Forderungen, um Schulsozialarbeit als professionelles, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Angebot für alle jungen Menschen abzusichern. Die Erklärung ist hier online abrufbar.

Im April löste ein geleaktes internes Arbeitspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe eine breite Debatte in der Fachöffentlichkeit aus: Das 108-seitige Dokument enthält über 70 Kürzungsvorschläge für die Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe, mit einem bezifferten Volumen von mindestens 8,6 Milliarden Euro. Fachverbände kritisieren, dass es ohne ihre Beteiligung erarbeitet wurde. Konkret drohen unter anderem die Streichung des Rechtsanspruchs auf Schulbegleitung und die Abschaffung der Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe. Parallel dazu hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im März 2026 einen Referentenentwurf zur Reform des SGB VIII vorgelegt – Fachverbände wie GEW, Paritätischer und IB sehen die Gefahr, dass beide Prozesse miteinander verknüpft werden könnten. Ein Beschluss im Bundestag steht noch aus.

Auch auf Landesebene gibt es Veränderungen: Seit dem 18. März 2026 leitet Gordon Hoffmann (CDU) das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Nach drei Jahrzehnten gibt die SPD damit erstmals das Ressort Bildung, Jugend und Sport ab.

Außerdem möchten wir Sie, liebe Fachkräfte, an dieser Stelle nochmal vorfreudig an den landesweiten Fachtag am 15. September 2026 in Potsdam erinnern. Unter dem Motto „Schulsozialarbeit im Maßstab 1:mach mal?" wollen wir gemeinsam diskutieren, reflektieren und weiterdenken, was die Arbeit zwischen Haltung, Alltagspraxis und strukturellen Grenzen ausmacht.

Nach unserem Blick auf aktuelle Entwicklungen im Land und auf Bundesebene richten wir den Fokus in dieser Ausgabe auf das Schwerpunktthema Radikalisierungsprävention und Demokratiebildung. Dazu haben wir Informationen, Materialien und weiterführende Impulse zusammengestellt. Darüber hinaus haben wir wieder viele, viele Termine, Hinweise und Inspirationen im Gepäck.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Team der Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe  

Der landesweite Fachtag Schulsozialarbeit am 15.09.2026 rückt immer näher!

Unter dem Motto „Schulsozialarbeit im Maßstab 1: mach mal? – Professionell handeln zwischen Haltung, Alltagspraxis und strukturellen Grenzen“ kommen Fachkräfte aus dem ganzen Land am 15.09.2026 in Potsdam zusammen, um aktuelle Herausforderungen, bewährte Ansätze und Perspektiven der Schulsozialarbeit zu diskutieren.

Die Anmeldung zum Fachtag ist vom 18. bis 28. August 2026 möglich. Über den Anmeldestart werden Sie über diesen Newsletter sowie auf der Website Schulsozialarbeit informiert. 

Auch das Programm nimmt zunehmend Gestalt an: Immer mehr spannende Menschen und vielfältige Programmpunkte kommen zusammen und versprechen einen abwechslungsreichen Tag mit fachlichen Impulsen, Austausch und Vernetzung.

Für das „Praxisforum Good Practice – von Fachkräften für Fachkräfte“ suchen wir aktuell Schulsozialarbeiter*innen, die ein erprobtes Angebot, eine bewährte Methode oder ein gelungenes Projekt vorstellen möchten. Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, teilen Sie erfolgreiche Praxisansätze und gestalten Sie den fachlichen Austausch aktiv mit.

Hier gibt's alle Infos im Überblick

Prävention wirkt – Studie zur Schulsozialarbeit der Uni Passau

Manchmal lässt sich Erfolg schwer in Zahlen fassen. Eine neue Studie der Universität Passau erhält derzeit viel Aufmerksamkeit in Fachdebatten zur Schulsozialarbeit, weil sie erstmals quantitative Effekte auf Kriminalität, Bildung und gesellschaftliche Kosten empirisch berechnet. Für ihre Untersuchung Does School Social Work Work? The Impact of School Social Workers on Youth Crime and Education" hat Ökonomin Katharina Drescher den massiven Ausbau der Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg nach dem Amoklauf von Winnenden (2009) als natürliches Experiment genutzt und rund 800.000 Straftaten von unter 19-Jährigen aus den Jahren 2006 bis 2018 ausgewertet.

Die Ergebnisse sind deutlich: Eine zusätzliche Fachkraft pro 1.000 Schülerinnen und Schüler reduziert die Jugendkriminalität im Durchschnitt um rund 17 %, schwere Gewaltdelikte sogar um etwa 25 %. Auch im Bildungsbereich zeigen sich positive Effekte: Die Wahrscheinlichkeit von Klassenwiederholungen sinkt um etwa 10 %.

Ein gesonderter Befund betrifft den Bereich Kinderschutz: Die Zahl der gemeldeten Fälle sexualisierter Gewalt steigt um rund 24 %. Dieser Anstieg wird in der Studie als Aufdeckungseffekt gewertet – Schulsozialarbeit trägt demnach dazu bei, Gewalt früher zu erkennen und Betroffenen den Zugang zu Unterstützung zu erleichtern.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist eindeutig: Eine zusätzliche Fachkraft pro 1.000 Schülerinnen und Schüler kostet jährlich rund 50.000 Euro und erbringt gesellschaftliche Einsparungen von etwa 110.000 Euro. Langfristige Effekte wie bessere Berufschancen oder weniger Straftaten im Erwachsenenalter sind dabei noch nicht eingerechnet. Insgesamt unterstreicht die Untersuchung die wichtige Rolle der Schulsozialarbeit sowohl für Prävention und Kinderschutz als auch für stabile Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen.

Die Studie mit allen Ergebnissen steht hier zum Download zur Verfügung. 

Der Landespräventionsrat Brandenburg stellt im Rahmen eines begrenzten Kontingents kostenfreie digitale Präventionsangebote zum Schutz vor digitaler Gewalt zur Verfügung, die Schulsozialarbeiter*innen kennen und in Schulen aktiv weitervermitteln können.

Für Schulklassen stehen folgende Webinare und digitale Workshops zur Verfügung:

Für Eltern werden digitale Elternabende angeboten:

Die Formate unterstützen dabei, Risiken im digitalen Raum besser zu erkennen und gemeinsam Handlungsstrategien im Umgang mit digitaler Gewalt zu entwickeln.

Hier gibt's alle Infos im Überblick

Materialien Demokratieförderung &
Radikalisierungs-Prävention

Wenn junge Menschen Verschwörungserzählungen aus ihrem sozialen Umfeld übernehmen, sich in sozialen Medien mit extremen politischen Positionen auseinandersetzen oder angesichts globaler Krisen und gesellschaftlicher Konflikte Zukunftssorgen entwickeln, wirft das wichtige Fragen auf: Wie können junge Menschen Informationen einordnen, unterschiedliche Perspektiven abwägen und sich eine eigene Meinung bilden? Welche Quellen sind vertrauenswürdig? Und wie gelingt es, auch bei kontroversen Themen im Gespräch zu bleiben?

Angebote aus dem Bereich Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention bieten hier wichtige Anknüpfungspunkte. Sie schaffen Räume für Austausch, fördern kritisches Denken und unterstützen junge Menschen dabei, gesellschaftliche Prozesse zu verstehen und ihre eigenen Interessen und Positionen zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, vorgegebene Antworten zu vermitteln, sondern Beteiligung, Reflexion und demokratische Handlungskompetenz zu stärken.

Gerade in einer Zeit, in der politische Debatten zunehmend polarisiert geführt werden und viele junge Menschen Verunsicherung, Frustration oder Distanz gegenüber politischen Institutionen erleben, gewinnen solche Angebote an Bedeutung. Schulsozialarbeit kann dazu beitragen, Orientierung zu geben, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen und konstruktive Auseinandersetzungen zu fördern.

In dieser Rubrik finden Sie ausgewählte Materialien und praxisnahe Methoden, die Sie direkt in Ihrer Arbeit einsetzen können.

Ein TikTok-Kanal der Bundeszentrale für politische Bildung 

Wie zeigt sich Rechtsextremismus heute – und wie kann man ihm begegnen? Der TikTok-Kanal @generation_klartext der Bundeszentrale für politische Bildung greift diese Fragen in kurzen, verständlichen Videos auf und erklärt, wie extremistische Ideologien funktionieren und warum sie gefährlich sind. Für Schulsozialarbeiter*innen kann der Kanal eine hilfreiche Ressource sein, um Einblicke in die Social-Media-Formate zu bekommen, mit denen junge Menschen erreicht werden. Die Videos eignen sich zudem als niedrigschwelliger Gesprächsanlass, um mit Jugendlichen über extremistische Narrative, Desinformation und demokratische Werte ins Gespräch zu kommen.

Hier geht's zur Infoseite der BpB

Reihe zur Rechtsextremismusprävention 

Mit der Reihe 'Blickwinkel' wirft Culture Interactive regelmäßig einen Blick auf aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Jugendarbeit, Jugendkultur und Rechtsextremismusprävention. Die Infohefte greifen Themen aus Forschung und Praxis auf, ordnen Trends ein und zeigen auf, welche Dynamiken junge Menschen derzeit prägen. Für Schulsozialarbeiter*innen bieten die Ausgaben hilfreiche Impulse in Präventionsansätze, um Entwicklungen im Alltag besser einzuordnen und in der pädagogischen Arbeit aufzugreifen.

Hier geht's zu den Blickwinkel-Ausgaben

Über Demokratie ins Gespräch kommen

Was hat Demokratie mit Freiheit, Verantwortung oder Mitbestimmung zu tun? Mithilfe der Methode „Demokratie-Zukunftszitate“ vom Futurium können Schulsozialarbeiter*innen junge Menschen dazu einladen, anhand von zehn prägnanten Zitaten verschiedene Facetten von Demokratie zu entdecken. Durch die Zitate wird ein abstrakter Begriff greifbarer. Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auf Demokratie auseinander, reflektieren eigene Vorstellungen, bringen Perspektiven ein und kommen miteinander ins Gespräch. Die Methode eignet sich als niedrigschwelliger und aktivierender Einstieg in Projekte oder Workshops.

Hier geht's zur Methode

Lernformate & Methoden zum Thema Demokratie 

Demokratie lebendig vermitteln und im Schulalltag verankern: In Niedersachsen wurden im Projekt „Demokratisch gestalten“ gemeinsam mit dem Education Innovation Lab praxisnahe Lernformate und Methoden entwickelt, die direkt im Unterricht und in Projekten einsetzbar sind. Von der Aktionsbox Kinderrechte für Grundschulen über digitale Demokratie-Lernreisen bis hin zu einem Methodenset für weiterführende Schulen finden pädagogische Fachkräfte vielfältige Materialien, die Demokratiebildung alltagsnah, flexibel und kreativ unterstützen.

Hier geht's zum Portal

Rechte Inhalte in Klassenchats - Und nun? 

Rechte, rassistische oder antisemitische Nachrichten in Klassenchats verunsichern Kinder und Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und Eltern gleichermaßen. Die Handreichung des Bundesverbands Mobile Beratung gibt praxisnahe Empfehlungen, wie Schulen mit diesen Situationen umgehen können: Sie rät unter anderem, Vertrauenspersonen zu benennen, an die sich junge Menschen und Eltern bei problematischen Inhalten wenden können, und frühzeitig einzugreifen, um das Klassenklima zu schützen. Für Schulsozialarbeiter*innen ist die Broschüre besonders interessant: Sie bietet Orientierung für die eigene Arbeit und unterstützt, wie sie Schüler*innen in sensiblen Situationen begleiten und stärken können.

Hier geht's zur Handreichung

Broschüre aus dem MBJS Brandenburg 

Wenn antidemokratische Aussagen im Unterricht fallen, wenn junge Menschen Positionen vertreten, die Menschenwürde und das Grundgesetz infrage stellen: Was dann? Wie reagieren – rechtssicher, klar und pädagogisch sinnvoll?

Die Broschüre des brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport aus dem Jahr 2023 gibt darauf konkrete Antworten. Anhand realer Fallbeispiele zeigt sie, wie Schulen in solchen Momenten handlungsfähig bleiben – mit einer Haltung, die demokratische Werte nicht zur Diskussion stellt, sondern selbstbewusst vertritt.

Primär für Lehrkräfte und Schulleitungen gedacht, dient die Broschüre Schulsozialarbeiter*innen zugleich als gemeinsame Gesprächsbasis und Orientierungshilfe im Umgang mit antidemokratischen Herausforderungen.

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Buch-Tipp aus der Praxis für die Praxis  

Dieses Buch liefert tiefe Einblick in die Schwierigkeiten, die sich im Umgang mit menschenfeindlichen Herausforderungen im schulischen Kontext ergeben. An 32 realen und aufwendig illustrierte Fallsituationen werden Handlungsmöglichkeiten dargestellt und diskutiert. Als Materialgrundlage stellt es praktische Hilfen und grundlegende Einsichten für die Arbeit von pädagogischen Fachkräften bereit. 

“Politische Bildung in reaktionären Zeiten” kann nach Anmeldung kostenlos auf der Verlags-Webseite heruntergeladen werden. 

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Handlungsansätze für eine
diskriminierungssensible Schule

Die Broschüre der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg lässt alle zu Wort kommen, die es betrifft: Schüler*innen, die es erlebt haben. Pädagogische Lehrkräfte, die reagieren mussten. Berater*innen, die von außen draufschauen. Heraus kommen ehrliche Einblicke, konkrete Handlungsansätze und praxisnahe Anregungen – für alle, die Schule diskriminierungssensibel gestalten wollen. Nicht als Theorie, sondern als Werkzeug für den Alltag.

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Demokratie beginnt in der Schule 

Diskriminierende Bemerkungen im Unterricht, menschenverachtende Aussagen auf dem Schulhof – solche Situationen fordern nicht nur Lehrkräfte, sondern das gesamte Schulteam. Der Podcast „Haltung macht Schule" des Netzwerkes Demokratiebildung Brandenburg gibt praxisnahe Orientierung: Was sagt eigentlich das Schulrecht? Wie kann man mit Kindern und Jugendlichen gut über Werte ins Gespräch kommen?

Der Podcast ist ein Angebot des Bildungsservers Berlin-Brandenburg, umgesetzt vom Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA). Alle Folgen werden sowohl auf dem Bildungsserver als auch auf den gängigen Streamingplattformen verfügbar sein. 

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Spotlight Medienbildung #5: Rechter Content auf TikTok 

Medienbildung ist längst Teil des Schulalltags: Konflikte in Klassenchats, neue Social-Media-Trends, KI-Tools, Fake News oder Hass im Netz stellen Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen immer wieder vor neue Herausforderungen. Orientierung bietet der Podcast „Spotlight Medienbildung“ von Digitale Helden.

Der Podcast erscheint alle vier Wochen in zwei komplementären Formaten:
Im Gesprächsformat diskutieren die Hosts Myrna und Kevin mit Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik aktuelle Entwicklungen der Medienbildung und ihre Bedeutung für Schule. In den „Spotlight Community“-Folgen greifen sie Fragen aus der Praxis auf, teilen Rückmeldungen aus Schulen und schaffen Raum für Austausch unter pädagogischen Fachkräften.

Besonders empfehlenswert: Folge #5 – Rechter Content auf TikTok.
Die Folge zeigt, wie rechte Narrative auf der Plattform oft nicht nur in offen politischen Beiträgen auftreten, sondern auch subtil in Lifestyle-Clips, Memes oder Trends eingebettet sind – etwa über emotionale Ansprache, traditionelle Rollenbilder („Tradwives“), Patriotismus oder Geschichtsrevisionismus. Der Podcast beleuchtet, warum solche Inhalte gerade junge Menschen erreichen, welche Rolle Plattformmechanismen dabei spielen und woran versteckte rechte Botschaften erkennbar sind. Außerdem geht es darum, wie pädagogische Fachkräfte Jugendliche dafür sensibilisieren können, wenn scheinbar harmlose Inhalte als Einstieg in extremistisches Denken dienen können.

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Ringvorlesung des Netzwerks ostdeutscher Hochschulen der Sozialen Arbeit  

Die Zunahme und Etablierung einer extrem rechten Jugendkultur stellt Gesellschaft und Soziale Arbeit vor Herausforderungen. Allgemeine Fragen zu Hinwendungsmotiven und der Wirksamkeit von Präventionsarbeit, aber auch zu tradierten Erklärungsansätzen über Rechtsextremismus und Einstellungsmustern stellen sich (neu). Im Sommersemester 2026 veranstaltet das Netzwerk Hochschulen Sozialer Arbeit in Ostdeutschland gegen rechts eine online Ringvorlesung zum Thema: Jugendarbeit in Reaktion auf extrem rechte Jugendbewegungen. Zwei Termine im Juni stehen noch aus: 
09.06.2026 > Herausforderungen durch rechte
Influencer*innen und Gaming
16.06.2026 > Rechtsextreme Einflussnahme auf Soziale Arbeit und zivilgesellschaftliche Demokratiearbeit in
Ostdeutschland

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19.06.2026: Fachtag des LIBRA zum Thema Gewaltprävention und Medienbildung

Der Fachtag ist inspiriert vom Podcast "SchoolCrime - Wenn das Smartphone zur Waffe wird". Am Vormittag führt die Podcast- Autorin in das Thema ein und kommt mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Nach einem offenen Mittagsband steht in einer ersten Workshop-Schiene die Intervention von Gewaltvorfällen und in
einer zweiten Schiene die Prävention im Mittelpunkt.

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26.06.2026: jumblr Online Session Spezial  

Sexualität und Beziehungen werden von Kindern und Jugendlichen zunehmend auch digital erlebt und gestaltet. Die Online-Session beleuchtet Chancen und Risiken mediatisierter Sexualität, sensibilisiert für Formen digitaler sexualisierter Gewalt und zeigt auf, wie entsprechende Risiken im institutionellen Schutzkonzept berücksichtigt werden können. Das Angebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen der Jugend- und Medienarbeit.

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02.07.2026:  Online-Schulung zum Vape- und E-Zigaretten Suchtpräventionsprogramm

Süße Aromen, bunte Designs und eine starke Präsenz in sozialen Medien machen Vapes und E-Zigaretten für viele junge Menschen attraktiv. Mit „Obstsalat in der Lunge“ haben die überregionalen Suchtpräventionsfachstellen in Brandenburg gemeinsam mit der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. ein interaktives Präventionsprogramm für Schüler*innen ab der 5. Klasse entwickelt. Es fördert die kritische Auseinandersetzung mit dem Konsum von Vapes und E-Zigaretten, stärkt die Risikokompetenz und soll einen Einstieg in den Konsum verhindern, verzögern oder reduzieren.

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08.07.2026: Spiele-Workshop zur Demokratiebildung in Luckenwalde

In Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesvolkshochschulverband führt das Projekt "Demokratiebrücken - Kommune als Ort der Demokratie entdecken!" einen offenen und kostenlosen Workshop zum Kennenlernen und Ausprobieren von vier Demokratiespielen durch.

Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die spielerische Methoden der Demokratiebildung im Kontext von Volkshochschulen oder in außerschulischen Settings einsetzen möchten. Die Spiele eignen sich für junge Menschen ab 15 Jahren und können auch in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden, z.B. bei Fortbildungen für Mitarbeitende und bei Kursen verschiedener Themenbereiche.

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28./29.09.2026: Zweitägige Fortbildung der AKJS im SFBB 

Wie können pädagogische Fachkräfte auf Hass, Gewalt und Radikalisierung im Netz reagieren? Die zweitägige Fortbildung am 28./29.09.2026 vermittelt Grundlagen zu verschiedenen Formen digitaler Gewalt, stärkt die professionelle Haltung im Umgang mit Betroffenen und gibt praxisnahe Einblicke in die Prävention von Radikalisierung. Neben fachlichem Input stehen konkrete Methoden, Handlungsoptionen und der Austausch zu Praxisfragen im Mittelpunkt.

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01.10.2026: 15. Netzwerktagung des lmb 

Wie verändert Künstliche Intelligenz das Lernen, die Mediennutzung und den pädagogischen Alltag? Die 15. Netzwerktagung „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ nimmt die gesellschaftlichen und pädagogischen Herausforderungen rund um KI in den Blick. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Informationskompetenz, Medienbildung und dem Umgang mit KI-gestützten Anwendungen im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Veranstaltet wird die Tagung vom Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V., der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS).

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Save the Date: 23.11.2026 Open-Space-Fachtag 

Das Team von Demokratiebrücken lädt am 23.11.2026 zum Open-Space-Fachtag „Demokratie. Das machen wir – in Brandenburg!“ ein. Engagierte aus Vereinen, Initiativen, Kommunen und weiteren Praxisfeldern sind eingeladen, Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. m Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Ansätze haben sich im Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen bewährt? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Wie kann Demokratiearbeit langfristig abgesichert werden? Und wie gelingt es, Menschen zu erreichen, die bisher nur schwer für demokratische Beteiligung gewonnen werden können? Der Fachtag bietet Raum für Vernetzung, kollegialen Austausch und die gemeinsame Suche nach Lösungen für eine starke demokratische Kultur in Brandenburg.

Hier gibt's alle Infos

Projektförderung im Osten Deutschlands

Wenn junge Menschen sich engagieren oder eigene Projekte umsetzen möchten, fehlt es oft nicht am Interesse, sondern an konkreten Möglichkeiten, passenden Ressourcen oder Anlaufstellen. Hier können Schulsozialarbeiter*innen gezielt auf das Netzwerk Polylux hinweisen. Es unterstützt zivilgesellschaftliche, diskriminierungskritische Projekte und schafft insbesondere in kleineren Städten und im ländlichen Raum Möglichkeiten für selbstorganisierte Initiativen, Begegnung und solidarisches Miteinander. So entstehen für Jugendliche konkrete Wege, aus Ideen Projekte zu machen und sich aktiv einzubringen. Die Antragstellung ist fortlaufend möglich.

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kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH
Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe 
Benzstr. 8/9
14482 Potsdam

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